Paris

Paris – Hauptstadt von Frankreich

Paris ist mit über zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt in Frankreich. Sie liegt in der Region Île de France im Norden, die mit fast 12 Millionen Menschen einer der größten Ballungsräume Europas ist.

Paris
Paris – Hauptstadt von Frankreich
Foto: © Atout France, Jean François Tripelon-Jarry

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Seine zählen Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame, Sacré-Coeur, Arc de Triomphe, Centre Pompidou und der legendäre Parkfriedhof Père-Lachaise, wo einige der berühmtesten Menschen der Welt begraben sind.

Die Seine – eine Stadt und ihr Fluss
Die Anfänge von Paris liegen in der Seine – auf der Binneninsel Île de la Cité, die im 3. Jahrhundert v. Chr. vom keltischen Stamm der Parisier besiedelt wurde. Die Insel, auf der die Kathedrale Notre-Dame steht, ist der älteste Teil von Paris. Die Pont Neuf, die älteste in Paris erhaltene Brücke, verbindet die Seine-Insel mit dem Ufer. Es gibt wohl kaum eine andere Stadt in Europa, die man so sehr mit einem Fluss verbindet wie Paris. Die Seine teilt die Stadt in das Nord- bzw. rechte Ufer (Rive Droite) und das Süd- bzw. linke Ufer (Rive Gauche), die sich beide erheblich unterscheiden. An der Rive Gauche haben sich die Intellektuellenviertel mit Quartier Latin, Montparnasse und St. Germain-des-Prés angesiedelt, während an der Rive Droite der Handel und die Finanzen zuhause sind. Fast alle wichtigen Bauten liegen direkt an der Seine oder zumindest in der Nähe. Entlang der Kais befinden sich Museen, prachtvolle Stadtpaläste und elegante Apartmenthäuser. Die Seine war viele Jahrhunderte lang die Verkehrsader der Stadt. Heute sind es die berühmten „Bateaux-mouches“, die Ausflugsboote, die sich auf der Seine tummeln. Die Uferpromenade der Seine (Quai de la Seine) ist seit 1991 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Arrondissements von Paris
Paris ist in 20 Arrondissements (Stadtbezirke) untergliedert, die von 1 bis 20 durchnummeriert sind. Jeder Stadtbezirk besteht wiederum aus vier Stadtteilen (Quartiers), die von 1-80 durchnummeriert sind.
1. Arrondissement du Louvre.
2. Arrondissement de la Bourse.
3. Arrondissement du Temple.
4. Arrondissement de l’Hôtel de Ville.
5. Arrondissement du Panthéon.
6. Arrondissement du Luxembourg.
7. Arrondissement du Palais Bourbon.
8. Arrondissement de l’Élysée.
9. Arrondissement de l’Opéra.
10. Arrondissement de l’Entrepôt.
11. Arrondissement de Popincourt.
12. Arrondissement de Reuilly.
13. Arrondissement des Gobelins.
14. Arrondissement de l’Observatoire.
15. Arrondissement de Vaugirard.
16. Arrondissement de Passy.
17. Arrondissement des Batignolles-Monceaux.
18. Arrondissement de la Butte-Montmartre.
19. Arrondissement des Buttes-Chaumont.
20. Arrondissement de Ménilmontant.

Paris
Paris – Hauptstadt von Frankreich
Foto: © Atout France, Maurice Subervie 

Berühmte Straßen und Plätze in Paris

Avenue de Champs Élyseés
Der fast zwei Kilometer lange und 70 Meter lange Prachtboulevard beginnt an der Place de la Concorde und endet am Triumphbogen. Auf dem im 17. Jahrhundert erbauten Boulevard befindet sich der Élyseé-Palast, Regierungssitz des Staatspräsidenten, das berühmte Revue-Theater Lido sowie zahlreiche Luxus-Designer-Läden.

Place de la Concorde
Der Platz mit einer Fläche von über 68.000 Quadratmetern ist der größte in Paris und entstand als Place Louis XV zwischen 1755 und 1776. Während der Französischen Revolution wurde er in Place de la Révolution umbenannt. 1793 wurde dort die Guillotine aufgestellt und während der folgenden zwei Jahre fanden Hinrichtungen statt. 1795 erhielt der Platz von der Regierung seinen heutigen Namen.

Place Vendome
Der im 17. Jahrhundert gestaltete Platz liegt zwischen der Oper und dem Jardin des Tuilleries im 1. Arrondissement. Er wird von prachtvollen Stadthäusern, luxuriösen Juwelieren, dem Hotel Ritz und dem Justizministerium gesäumt.

Place de la Bastille
Hier stürmten Pariser Bürger am 1. Juli 1789 die Bastille, die in der darauffolgenden Revolution dem Erdboden gleichgemacht wurde. An ihrer Stelle wurde 1792 der heutige Platz errichtet. In der Mitte der Place de la Bastille steht die Colonne de Juillet (Julisäule) zum Gedenken an die Julirevolution 1830.

Boulevard Saint Germain
Auf der Hauptverkehrsstraße an linken Seineufer befinden sich die beiden berühmten Cafés Les Deux Magots und Café de Flore, wo sich die Existentialisten um Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre trafen. In Letzterem wird seit 1994 jährlich im November der Literaturpreis Prix de Flore an junge Schriftsteller vergeben. In den 1930er Jahren waren die zahlreichen Cafés auf dem Boulevard beliebter Treffpunkt von Künstlern, Studenten und Schriftsteller. Heute ist er eine Einkaufsstraße mit vielen Buchhandlungen, Boutiquen und Designer-Läden.


Parks und Gärten in Paris

In Paris gibt es 2437 Hektar Grünflächen – das entspricht 24370000 Millionen Quadratmetern. Die bekanntesten Parks sind

Jardin des Tuilleries
Der 250.000 Quadratmeter große Garten wurde im 16. Jahrhundert angelegt und erstreckt sich vom Louvre bis zur Place de la Concorde. Im Park befinden sich große Springbrunnen, Statuen und Skulpturen. Im Frühjahr versinkt der Garten in einem Tulpenmeer.

Jardin du Luxembourg
Der Schlosspark im Quartier Latin wurde um 1612 gestaltet und gehört zum Palais du Luxembourg, in dem früher Mitglieder der königlichen Familie wohnten und der heute Sitz des Senats ist. Der 260.000 Quadratmeter große Park ist beliebter Treffpunkt für Studenten, Jogger, Radfahrer und Familien, denn er bietet jede Menge Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Im Park gibt es seit 1881 ein Kasperle-Theater, ein Kinderkarussell, einen Abenteuerspielplatz, Ponys sowie Basketball- und Tennisplätze. Der Haupteingang zum Jardin du Luxembourg liegt am Boulevard Saint-Michel. An den Gittern der Parkanlage finden regelmäßig wechselnde Fotoausstellungen statt.

 

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