Französische Weine

Französische Weine

Frankreich ist ein Weinland. Wein gehört traditionell zum Essen, und die französischen Weine zählen zu den besten und teuersten der Welt. Aber wussten Sie, dass es die Römer waren, die in Frankreich für die Verbreitung der Rebstöcke sorgten? Zwar waren es die Phoker, die 600 v. Chr. erstmals Rebsorten in Südfrankreich einpflanzten, aber mit dem Sieg der Römer ein paar Jahrhunderte später begann der professionelle Weinbau. Auch die verschiedenen Herstellungsmethoden gehen auf das Konto der Römer.

Französische Weine
Französische Weine
Foto: © Atout France, Michel Angot

Heute gibt es in Frankreich zehn wichtige Weinbaugebiete: 
Burgund, Bordeaux, Champagne, Loire-Tal, Rhônetal, Elsass, Provence, Jura und Savoyen, Languedoc-Roussillon und Sud-Ouest, der Südwesten. Das größte Anbaugebiet von Spitzenrotweinen in Frankreich und weltweit ist Bordeaux. Lesen Sie hier mehr dazu: „Bordeaux-Weine“.

Die Qualitätskategorien für französischen Wein
Die französischen Weine werden in vier Qualitätsstufen unterteilt: Vin de Table, Vin de pays (oder Vin de France), VDQS und AOC. Weine, die aus einem gesetzlich kontrollierten Anbaugebiet kommen, tragen das AOC-Siegel (Appellation d´Origine Contrôlée), was für die höchste Qualitätsklasse steht. Nur etwa 30 Prozent des in Frankreich produzierten Weines trägt dieses Siegel.

Wenn Sie auf dem Etikett Ihrer Weinflasche VDQS (Vins délimités de qualité supérieure) lesen, handelt es sich um einen Wein von höherer Qualität aus einem begrenzten Anbaugebiet. Nur etwa vier Prozent der französischen Weine tragen dieses Siegel (z.B. einige Rhône-Weine). Der einfache Landwein, Vin de Pays kommt aus einer bestimmten Gegend in Frankreich, die auf dem Etikett angegeben ist. Auf der untersten Qualitätsstufe steht der Vin de Table (Tafelwein), der rund 50 Prozent der Weinproduktion ausmacht. Ein paar der größten Produzenten dieses Weines befinden sich in der Region Languedoc-Roussillon.

Was steckt hinter der Bezeichnung „Grand Cru“?
Übersetzt bedeutet „Grand Cru“ großes Gewächs. In Frankreich ist es das Prädikat für Spitzenweine und gilt nur für Weine der Anbaugebiete Burgund, Bordeaux, Elsass und Champagne (siehe auch „Champagner“). Die Richtlinien für die Grand Crus werden von den Anbaugebieten nach unterschiedlichen Kriterien definiert. So bezieht sich Grand Cru im Burgund und im Elsass auf die Lage der Weinberge, während für einen Grand Cru in Bordeaux die Eigenschaft des Weinguts wichtig ist. In der Champagne dagegen zählen einzig die Weinbaugemeinden. Die Bezeichnung Grand Cru dürfen nur die Trauben der Gemeinden führen, die den höchsten Preis erzielen.

Französische Weine
Französische Weine
Foto: © Atout France, Michel Angot

Die besten Rotweine kommen aus Burgund
Aus der blühenden Region im Herzen Frankreichs kommen die teuersten Rotweine der Welt. Die wichtigste Rotwein-Rebsorte des Burgunds ist die Edelrebe Pinot Noir (Spätburgunder), die 36 Prozent der bestockten Rebfläche ausmacht. Die andere wichtige Rebsorte ist Gamay, die zur Herstellung des Beaujoulais verwendet wird. Die Chardonnay-Rebsorte wird für den Weißburgunder und den Chablis verwendet. Eine der besten Weinlagen im Burgund ist Romanée-Conti an der Côte d’Or. In einem Pariser Nobelkaufhaus wurde im November 2012 eine Flasche Wein dieser Lage für 23.000 Euro angeboten.

Rhônetal – Heimat des Châteauneuf-du-Pape
Zu den roten Rebsorten aus dem Rhônetal gehören Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan. Der bekannteste Wein ist der Châteauneuf-du-Pape aus dem gleichnamigen Weingebiet. Die bekannteste weiße Rebsorte aus der Gegend ist die seltene Viognier, deren Weine relativ teuer sind (z.B. Château Grillet).
Tipp: Die Weine des Rhônetals lernen Sie am besten kennen, wenn Sie ein Wochenende auf einem Weingut verbringen, z.B. im Hotel Domaine de Cabasse in Séguret.

Route des Vins d’Alsace - Weinstraße im Elsass
Im Elsass gibt es vorwiegend weiße Rebsorten, unter anderem Gewürztraminer, Riesling, Pinot Gris und Muscat. Die rote Sorte Pinot Noir, die für Rosé- und Rotwein verwendet wird, macht weniger als 10 Prozent der Rebfläche aus. Auf der 180 Kilometer langen Elsässer Weinstraße zwischen Thann und Marlenheim befinden sich über 300 Weingüter. Spitzenweine (Grand Crus) machen vier Prozent der Weinproduktion im Elsass aus.

 

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