Kunst in Paris – Louvre oder Pompidou?

Kunst in Paris – Louvre oder Pompidou?

© sorenlaursen (CC0 1.0) – pixabay.com

Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch der Kunst und Kultur. Die französische Hauptstadt spielte in der Kunstgeschichte Europas schon immer eine tragende Rolle und beherbergt heute einige der größten und faszinierendsten Kunstmuseen der Welt. Der ehrwürdige Louvre und das moderne Centre Pompidou sind zweifelsohne die größten Attraktionen. Beide Häuser sind riesig und haben verschiedene Schwerpunkte, sodass für jeden Kunstgeschmack etwas dabei ist.

Museum Louvre – weltberühmte Kunstschätze

Der Louvre ist, gleich nach dem Eiffelturm, ein absolutes Highlight in Paris und eigentlich nur in Superlativen zu beschreiben. Die ehemalige Residenz der französischen Könige ist schon von außen eine gigantische Pracht, innen beherbergt der Palast mit dem Museum Louvre das drittgrößte Museum der Welt. Gemessen an den Besucherzahlen (acht bis neun Millionen sind es im Jahr) ist es sogar das Beliebteste – kein Wunder, denn es beherbergt einige der kostbarsten Kunstschätze der Menschheit.

Natürlich ist die berühmte Mona Lisa von Leonardo da Vinci das Prunkstück der Sammlung. Aber auch andere Werke wie die Venus von Milo von Alexandros of Antioch oder das Floß der Medusa von Theodore Gericault sollte man im Louvre gesehen haben. Insgesamt versammelt das Museum beeindruckende 380.000 Kunstwerke – 35.000 von ihnen sind auf den 60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu besichtigen. Im Louvre ist bis von der Antike bis zum 19. Jahrhundert von nahezu jedem bedeutenden Künstler mindestens ein Werk zu finden. Besonders hervorzuheben sind die römische und griechische Antikensammlung, die flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, die italienische Renaissancemalerei und die französische Malerei, besonders des 15. und 19. Jahrhunderts.

Wer das Louvre besucht, sollte sich genügend Zeit einplanen. Nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen der vielen Besucher, die zu langen Warteschlangen führen können. Das Museum ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Dienstag ist Ruhetag. Der Eintrittspreis ist einheitlich 15 Euro. Offizielle Webseite (und Französisch und Englisch): www.louvre.fr/en

Centre Pompidou – von modern bis zeitgenössisch

Das „Centre national d’art et de culture George Pompidou“ – kurz Centre Pompidou – liegt mitten im Herzen von Paris und ist ein internationaler Hotspot der modernen Kunst. Schon seine auffällige Architektur aus der Feder von Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini machen es zu einem Wahrzeichen der Stadt. Die Architekten haben kurzerhand das Tragwerk und alle Leitungen und Rohre nach außen gestülpt, sodass das Gebäude aussieht wie eine exzentrische Fabrik. Der Vorteil: Der Innenraum des Gebäudes ist minimalistisch und klar und die Wände können je nach Bedarf verschoben werden.

Auf sechs Etagen versammelt das Centre Pompidou eine Bibliothek, mehrere kleine Galerien und das größte Museum für zeitgenössische und moderne Kunst in Europa. Hier findet man 70.000 moderne Meisterwerke von Kandinsky über Picasso bis Matisse, aber auch zeitgenössische Größen wie Jeff Koons. Im Gegensatz zur Dauerausstellung des Louvre gibt es hier zudem zahlreiche Sonderausstellungen mit aktuellen Themen, die das Programm beleben. Eine weitere Besonderheit sind die Brunnen mit Skulpturen von zeitgenössischen Künstlern vor dem Haus und auf den Zwischenetagen, von denen man übrigens einen schönen Blick über Paris hat.

Mit langen Warteschlangen muss man im Centre Pompidou in der Regel nicht rechnen – dennoch sollte man sich genug Zeit für das große Museum lassen. Geöffnet ist es täglich von 11-21 Uhr, Dienstag ist Ruhetag. Eintritt 14 Euro, ermäßigt 11 Euro, unter 18 Jahren frei. Offizielle Webseite (auf Französisch, Englisch und Spanisch): www.centrepompidou.fr/en

Paris hat für jeden Kunstgeschmack etwas zu bieten

Natürlich hat Paris noch viel mehr Kunst zu bieten als in den beiden großen Museumstempeln. Die europäische Metropole eignet sich hervorragend für einen intensiven Städtetrip – besonders günstig mit dem Reiseanbieter lastminute.de– bei dem man ein Wochenende lang ganz in Kunst und Kultur schwelgt und von einem Museum ins nächste stolpert. Neben Louvre und Centre Pompidou gibt es unzählige kleine Museen und Galerien zu entdecken, die ihre eigenen Schwerpunkte haben. Wer sich speziell für moderne Skulpturen interessiert, der sollte sich unbedingt den Skulpturenpark von Auguste Rodin ansehen, und wem es besonders die französischen Impressionisten angetan haben, der darf sich die Orangerie nicht entgehen lassen, die sich ganz in der Nähe des Louvre befindet. Sie werden sehen – die Stadt der Liebe hat für jeden Kunstgeschmack etwas zu bieten.