Studieren in Frankreich

Studieren in Frankreich

Sie haben sich dazu entschlossen, in Frankreich zu studieren? Dann sollte Ihre erste Anlaufstelle das Institut Français sein, das in nahezu allen deutschen Universitätsstädten vertreten ist. Dort erhalten Sie Vorlesungsverzeichnisse französischer Universitäten und Ratgeberliteratur. Das Institut ist Ihnen auch bei
der Übersetzung und Beglaubigung Ihrer Zeugnisse behilflich.

Studieren in Frankreich
Studieren in Frankreich
Foto: © Atout France, Cédric Helsly

Das Studium an einer französischen Universität gliedert sich in drei Abschnitte. Das Grundstudium führt in zwei Jahren zum Diplôme d’Etudes Universitaires Générales (DEUG), das mit der Zwischenprüfung deutscher Universitäten vergleichbar ist. Der zweite Abschnitt, der Deuxième Cycle, führt zu dem Abschluss „Licence“, der vergleichbar mit dem Bachelor ist und schließlich zum „Maîtrise“ (Magister Artium bzw. M.A.). Im Troisième Cycle erfolgen die Aufbaustudiengänge, die zum Doktorgrad führen. Von diesem Schema weichen Sudiengänge wie z.B. Medizin, Ingenieurwissenschaften oder Architektur ab.
Alles Wissenswerte zum Hochschulsystem in Frankreich finden Sie auf der Website von Campus France („allemagne.campusfrance.org“).

Voraussetzungen für ein Studium in Frankreich
Am einfachsten ist der Weg an eine französische Hochschule über ein Austauschprogramm wie z.B. ERASMUS oder über eine Partneruniversität der heimischen Hochschule. Wenn Sie Ihr gesamtes Studium an einer französischen Hochschule absolvieren möchten, müssen Sie sich dem Voreinschreibungsverfahren (demande d’admission préalable) unterziehen. Davon ausgenommen sind Sie, wenn Sie Französisch als Leistungskurs hatten oder wenn Sie eine bestandenes DALF-Diplom (Diplôme Approfondi de Langue Française) vorweisen können.
Alles Wissenswerte zum Einschreibungsverfahren finden Sie auf den Internetseiten von Campus France („allemagne.campusfrance.org“).

Bewebungsverfahren für ein Studium in Frankreich
Das Zulassungsverfahren an französischen Hochschulen läuft über das Internetportal Admission Post Bac („admission-postbac.fr“) im Zeitraum vom 20. Januar bis zum 20. März. Einige Universitäten haben allerdings ihr eigenes Zulassungssystem. Wenden Sie sich deshalb direkt an die Universität Ihrer Wahl und informieren Sie sich über die Zulassung. 

Studieren in Frankreich
Studieren in Frankreich
Foto: © Atout France, Cédric Helsly

So finanzieren Sie Ihr Studium in Frankreich

Je nach Hochschule zahlen Sie in Frankreich zwischen 250 und 500 Euro Studiengebühren pro Semester. Sind Sie ERASMUS-Student oder absolvieren Sie ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule, fallen die Gebühren weg. Nichtsdestotrotz haben Sie monatliche Ausgaben wie Miete, Nahrungsmittel, Fahrtkosten, Bücher fürs Studium, Versicherung, Freizeitaktivitäten etc. Wenn Sie das zusammenrechnen, kommt ein ganz schöner Betrag zusammen. Es gibt jedoch verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die Ihnen das Studium in Frankreich erleichtern, wie zum Beispiel:

Auslands-BAföG
Wenn Sie in Frankreich studieren möchten, sei es ein komplettes Studium oder nur ein oder mehrere Semester lang, können Sie Auslands-BAföG beantragen. Auch wenn Sie in Deutschland kein BAföG erhalten, haben Sie aufgrund der eventuell höheren Förderungssätze in Frankreich dennoch Aussichten auf eine Bewilligung.
ERASMUS
Das ERASMUS-Programm der EU fördert den Austausch von Studierenden aller Fachrichtungen für einen Auslandsaufenthalt von drei bis maximal 12 Monaten Länge. Als ERASMUS-Stipendiat zahlen Sie in Frankreich keine Studiengebühren und erhalten darüber hinaus eine monatliche Unterstützung von bis zu 300 Euro. Das Stipendium ist übrigens mit BAföG und Deutschlandstipendium kombinierbar.
DAAD-Stipendium
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt zahlreiche Stipendien für das Studium in Frankreich. Gehen Sie dazu auf die Website des DAAD („daad.de“), klicken Sie unter „Infos für Deutsche“ den Punkt „Studieren im Ausland“ an und dort „Stipendien finden und bewerben“. Geben Sie in den Feldern, die nun erscheinen Ihre Fachrichtung, das Zielland sowie Ihren Status ein. Sofort erscheint eine Liste mit allen Stipendien, die für Sie möglich sind, sofern Sie die gegebenen Voraussetzungen erfüllen.

„Ich habe ein 800-Euro-Stipendium vom DAAD bekommen“, erzählt die Stuttgarter Romanistikstudentin Mareike, die ein Jahr lang in Paris studiert hat. „Bei den hohen Mieten in Paris reicht das zum Leben hinten und vorne nicht, deshalb haben mir meine Eltern monatlich zusätzlich 500 Euro überwiesen. Ich dachte, ich könnte nebenher jobben, aber das konnte ich mir gleich aus dem Kopf schlagen, denn bei dem straffen Pensum an der Uni war daran nicht zu denken. Mit 1.300 Euro im Monat kam ich gerade so hin. Wohngeld habe ich zwar beantragt, aber nicht bekommen – dazu hätten mir ein paar Euro weniger im Monat zur Verfügung stehen müssen. Das Jahr in Paris möchte ich trotzdem nicht missen!“

Zuschüsse vom französischen Staat
Als ausländischer Student können Sie in Frankreich Zuschüsse und Ermäßigungen beantragen. So steuert der französische Staat beispielsweise Wohngeld zu und/oder gibt Zuschüsse bei der Auslandsversicherung. Wenden Sie sich dazu an die CAF (Caisse d’Allocations) des französischen Studentenwerks. Weitere Informationen finden Sie auf der Website Campus France („allemagne.campusfrance.org“).

 

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